Der Innere Weg
Der Lehrer spricht zu seinem Schüler:
"Du mußt wissen, daß Du nichts tun kannst,
um dorthin zu gelangen, wo Du die Erleuchtung vermutest.
Und Du mußt wissen, daß Du alles tun mußt,
was zu tun ist."
Wir betreten den Inneren Weg mit den Mitteln des logischen Denkens, die wir erlernt haben. Diese Form des Denkens, welche wir als Ich identifiziert haben, hat Ordnung in eine Welt gebracht, die voller unvereinbarer Widersprüche zu sein scheint. Die Welt ist jetzt entweder richtig oder falsch, gut oder böse. Mit dieser urteilenden, denkenden Ordnung, welche danach trachtet, die erlebten Gegensätze auseinander zu halten, versuchen wir, den Inneren Weg zu beschreiten.
Eines Tages fällt uns zufällig ein Text eines großen Mystikers und Einheitslehrers in die Hände, und wir lesen: „Erkenne Gott, der Du Selbst bist, jetzt, unmittelbar und ohne Bedingungen. Du bist schon der, der Du bist, jetzt und immer." Wir sind stark berührt, aber unsere denkende Ordnung ist irritiert. Unser inneres Raum-Zeit-Gefüge ist erschüttert. Irgendetwas in uns versteht, und doch verstehen wir nicht wirklich.
Zweifel tauchen auf.
Wie kann ich einen Weg gehen, wenn ich Jetzt Das Bin?
Wie kann ich werden, was ich schon Bin?
Wozu soll ich dann noch Innere Arbeit auf dem Weg tun?
Unser lineares Denken ist an eine Grenze gestoßen, und wir stehen vor einem scheinbar unlösbaren Widerspruch. Genau an diesem Punkt haben wir die große Chance, unsere denkende, trennende Ordnung aufzugeben und den paradoxen Weg zu betreten in bewußtem Nicht-Wissen. Genau an diesem Punkt beginnt, streng genommen, erst der Innere Weg des Menschen, der spirituell genannt werden kann. Es ist ein Weg, der sich selbst auflöst. Ein Weg, der für das alte Denken widersprüchlich, unvereinbar, unlösbar und unbegehbar ist.
Die einzig mögliche Antwort, die wir auf dem paradoxen Weg noch geben können, ist eine Antwort mit unserem ganzen Wesen, nicht mehr mit unserem Verstand.
"Du mußt wissen, daß Du nichts tun kannst,
um dorthin zu gelangen, wo Du die Erleuchtung vermutest.
Und Du mußt wissen, daß Du alles tun mußt,
was zu tun ist."
Wir betreten den Inneren Weg mit den Mitteln des logischen Denkens, die wir erlernt haben. Diese Form des Denkens, welche wir als Ich identifiziert haben, hat Ordnung in eine Welt gebracht, die voller unvereinbarer Widersprüche zu sein scheint. Die Welt ist jetzt entweder richtig oder falsch, gut oder böse. Mit dieser urteilenden, denkenden Ordnung, welche danach trachtet, die erlebten Gegensätze auseinander zu halten, versuchen wir, den Inneren Weg zu beschreiten.
Eines Tages fällt uns zufällig ein Text eines großen Mystikers und Einheitslehrers in die Hände, und wir lesen: „Erkenne Gott, der Du Selbst bist, jetzt, unmittelbar und ohne Bedingungen. Du bist schon der, der Du bist, jetzt und immer." Wir sind stark berührt, aber unsere denkende Ordnung ist irritiert. Unser inneres Raum-Zeit-Gefüge ist erschüttert. Irgendetwas in uns versteht, und doch verstehen wir nicht wirklich.
Zweifel tauchen auf.
Wie kann ich einen Weg gehen, wenn ich Jetzt Das Bin?
Wie kann ich werden, was ich schon Bin?
Wozu soll ich dann noch Innere Arbeit auf dem Weg tun?
Unser lineares Denken ist an eine Grenze gestoßen, und wir stehen vor einem scheinbar unlösbaren Widerspruch. Genau an diesem Punkt haben wir die große Chance, unsere denkende, trennende Ordnung aufzugeben und den paradoxen Weg zu betreten in bewußtem Nicht-Wissen. Genau an diesem Punkt beginnt, streng genommen, erst der Innere Weg des Menschen, der spirituell genannt werden kann. Es ist ein Weg, der sich selbst auflöst. Ein Weg, der für das alte Denken widersprüchlich, unvereinbar, unlösbar und unbegehbar ist.
Die einzig mögliche Antwort, die wir auf dem paradoxen Weg noch geben können, ist eine Antwort mit unserem ganzen Wesen, nicht mehr mit unserem Verstand.

Die kleine Selbsterforschung,
welche durch Innere Arbeit geschieht, erleuchtet die Innenwelt des
Menschen, die Scheinrealität, in der er lebt, geschaffen durch seinen
Geist (mind). Sie steht im Dienste der großen Selbsterforschung, die nach den Lehren Ramana Maharshis, des großen indischen advaita-Lehrers, aus nur einer einzigen Frage besteht: Wer bin Ich? Diese Frage, durch direkte, innere Schau beantwortet, trägt in sich die
Kraft vollständiger Auflösung der Idee eines getrennten Ichs. Es bleibt
nur das Einssein mit Gott, Sein-Bewußtsein-Glückseligkeit (sanskr.:
sat-chit-ananda).
Die advaita-Lehre als radikale Einheitslehre (wörtlich übersetzt: Nicht-Zweiheitslehre) deutet direkt auf diese einzige Realität, das Absolute, das ewige Sein, Gott, das Selbst. Diese Einheitslehre ist der mystische Kern einer jeden Religion, eines jeden spirituellen Weges. Und der Werdeprozeß des Menschen, die volle Ent-Faltung des Menschseins durch die Innere Arbeit auf dem Weg ist in ihr enthalten, nicht von ihr ausgeschlossen.
„Wir werden, was wir schon sind.
Dies ist das grundlegende Paradoxon des Inneren Weges.
Nur im stillen Geist kann es genommen werden.
Der stille Geist (no-mind) ist der Schlüssel zu wahrem Verstehen
jenseits von richtig und falsch, jenseits von gut und böse." (1)
„In der vollständigen Seinslehre begegnen sich
die Philosophie des Seins und die Philosophie des Werdens.
Himmel und Hölle, Leere und Liebe feiern die große Hochzeit
und offenbaren das Geschenk allumfassender Erkenntnis" (2)
OM C. Parkin
(1) Auszüge aus dem unveröffentlichten Manuskript des Buches "Essenzen" von OM C. Parkin
(2) aus: "Nur ein Prinz kann erwachen", OM C. Parkin, advaitaJournal Vol. 5
Die advaita-Lehre als radikale Einheitslehre (wörtlich übersetzt: Nicht-Zweiheitslehre) deutet direkt auf diese einzige Realität, das Absolute, das ewige Sein, Gott, das Selbst. Diese Einheitslehre ist der mystische Kern einer jeden Religion, eines jeden spirituellen Weges. Und der Werdeprozeß des Menschen, die volle Ent-Faltung des Menschseins durch die Innere Arbeit auf dem Weg ist in ihr enthalten, nicht von ihr ausgeschlossen.
„Wir werden, was wir schon sind.
Dies ist das grundlegende Paradoxon des Inneren Weges.
Nur im stillen Geist kann es genommen werden.
Der stille Geist (no-mind) ist der Schlüssel zu wahrem Verstehen
jenseits von richtig und falsch, jenseits von gut und böse." (1)
„In der vollständigen Seinslehre begegnen sich
die Philosophie des Seins und die Philosophie des Werdens.
Himmel und Hölle, Leere und Liebe feiern die große Hochzeit
und offenbaren das Geschenk allumfassender Erkenntnis" (2)
OM C. Parkin
(1) Auszüge aus dem unveröffentlichten Manuskript des Buches "Essenzen" von OM C. Parkin
(2) aus: "Nur ein Prinz kann erwachen", OM C. Parkin, advaitaJournal Vol. 5

