Innere Arbeit auf dem Weg zum Mensch-Sein
„Es gibt nichts zu tun", sagt der Weise.
„Das ist gut, dann tu ich nichts",
sagt der Unwissende und schläft weiter.
Innere Arbeit ist das liebevolle Schauen und Erforschen von Mechanismen inneren Leidens. Es ist der ehrliche Versuch eines Menschen, die Strukturen und Mechanismen seines Leidens kennen zu lernen, und - und hier wird es schwierig - sich selber lieben zu lernen mit allem, was er in sich entdeckt.
Was
ist unsere Ausgangslage? Wir sind alle in starkem Maße von unserer
Vergangenheit geprägt (viel mehr, als die meisten von uns annehmen), von
unserem Elternhaus, aber auch vom kollektiven Gedankengut, das wir
ebenfalls mit der Muttermilch aufgenommen haben. Die Gewalt, die
Verletzungen, die Mißachtungen usw., die wir erlebt haben - mögen sie
nun grob oder subtil gewesen sein - sind tief in unserer Seele
eingeprägt und haben uns die Offenheit, die wir als Kind kannten,
vergessen lassen. Wir leben nur noch einen Bruchteil des Potentials, das
für uns möglich wäre und haben eine Weltsicht angenommen, aus der
vieles ausgeschlossen ist. Viele Ausdrucksformen unserer Selbst stehen
uns nicht mehr zur Verfügung.
So fühlen sich die meisten von uns sehr unheil, wenn sie den Inneren Weg betreten. Dieser Weg und die Innere Arbeit sind ein Weg der Heilung und Integration von allem, was in uns ist - besonders eben von dem, was uns in der Vergangenheit ausgetrieben worden ist, und was wir dann irgendwann selbst ins Unterbewußte abgedrängt haben.
Innere Arbeit ist eine von vielen Formen der spirituellen Praxis. Sie umfaßt neben Meditation, Körperarbeit und anderen klassischen spirituellen Praktiken insbesondere eine direkte Erforschung des eigenen psychologischen Systems, der eigenen Konditionierungen, des eigenen "Geistes", wie wir sagen. Unser Geist ist sowohl das, was unseren Inneren Weg in Gang gesetzt hat, als auch das, was ihn begrenzt. Daher ist es naheliegend, diesen Geist kennen zu lernen und zu erforschen, wie er funktioniert.
Innere
Arbeit findet in Einzel- und in Gruppenarbeit statt. Spezielle Übungen
führen den Menschen in einen Erforschungsprozeß seiner inneren Welt:
Partnerarbeit im Sitzen oder im Liegen, eine sich in die Tiefe öffnende
Frage, eine längere therapeutische Arbeit zu einem bestimmten Thema,
Mitteilungen in der Gruppe, Einzelarbeit, Kleingruppen, Gruppen-Rituale,
Lehrvorträge über die Funktionsweise des Geistes (z.B. anhand des
Enneagramms). Die Formen sind vielfältig und ergeben sich aus dem
lebendigen Zusammensein. Alles dient der Erforschung des Geistes und der
Kräfte, die ihn zusammenhalten. Und es dient der Heranbildung einer
liebevollen Instanz in uns, die alles, was sich zeigt, nehmen kann und
lieben kann.
Beides
ist Innere Arbeit: die klare Offenlegung des Geistes und das Lernen,
sein So-sein auf liebevolle Weise zu akzeptieren. Eine Arbeit, in der
man lernt, daß man alles riskieren muß und daß man nichts tun kann. Wo
vollständiges Bemühen uns eine Erfahrung der Mühelosigkeit schenkt, wo
Selbstverurteilung sich in Liebe wandelt und Härte in Weichheit. Innere
Arbeit ist eine Möglichkeit, alles zu tun, um das Tun zu beenden und der
zu sein, der wir wirklich sind.
„Das ist gut, dann tu ich nichts",
sagt der Unwissende und schläft weiter.
Innere Arbeit ist das liebevolle Schauen und Erforschen von Mechanismen inneren Leidens. Es ist der ehrliche Versuch eines Menschen, die Strukturen und Mechanismen seines Leidens kennen zu lernen, und - und hier wird es schwierig - sich selber lieben zu lernen mit allem, was er in sich entdeckt.
Was
ist unsere Ausgangslage? Wir sind alle in starkem Maße von unserer
Vergangenheit geprägt (viel mehr, als die meisten von uns annehmen), von
unserem Elternhaus, aber auch vom kollektiven Gedankengut, das wir
ebenfalls mit der Muttermilch aufgenommen haben. Die Gewalt, die
Verletzungen, die Mißachtungen usw., die wir erlebt haben - mögen sie
nun grob oder subtil gewesen sein - sind tief in unserer Seele
eingeprägt und haben uns die Offenheit, die wir als Kind kannten,
vergessen lassen. Wir leben nur noch einen Bruchteil des Potentials, das
für uns möglich wäre und haben eine Weltsicht angenommen, aus der
vieles ausgeschlossen ist. Viele Ausdrucksformen unserer Selbst stehen
uns nicht mehr zur Verfügung.So fühlen sich die meisten von uns sehr unheil, wenn sie den Inneren Weg betreten. Dieser Weg und die Innere Arbeit sind ein Weg der Heilung und Integration von allem, was in uns ist - besonders eben von dem, was uns in der Vergangenheit ausgetrieben worden ist, und was wir dann irgendwann selbst ins Unterbewußte abgedrängt haben.
Innere Arbeit ist eine von vielen Formen der spirituellen Praxis. Sie umfaßt neben Meditation, Körperarbeit und anderen klassischen spirituellen Praktiken insbesondere eine direkte Erforschung des eigenen psychologischen Systems, der eigenen Konditionierungen, des eigenen "Geistes", wie wir sagen. Unser Geist ist sowohl das, was unseren Inneren Weg in Gang gesetzt hat, als auch das, was ihn begrenzt. Daher ist es naheliegend, diesen Geist kennen zu lernen und zu erforschen, wie er funktioniert.
Innere
Arbeit findet in Einzel- und in Gruppenarbeit statt. Spezielle Übungen
führen den Menschen in einen Erforschungsprozeß seiner inneren Welt:
Partnerarbeit im Sitzen oder im Liegen, eine sich in die Tiefe öffnende
Frage, eine längere therapeutische Arbeit zu einem bestimmten Thema,
Mitteilungen in der Gruppe, Einzelarbeit, Kleingruppen, Gruppen-Rituale,
Lehrvorträge über die Funktionsweise des Geistes (z.B. anhand des
Enneagramms). Die Formen sind vielfältig und ergeben sich aus dem
lebendigen Zusammensein. Alles dient der Erforschung des Geistes und der
Kräfte, die ihn zusammenhalten. Und es dient der Heranbildung einer
liebevollen Instanz in uns, die alles, was sich zeigt, nehmen kann und
lieben kann.
Beides
ist Innere Arbeit: die klare Offenlegung des Geistes und das Lernen,
sein So-sein auf liebevolle Weise zu akzeptieren. Eine Arbeit, in der
man lernt, daß man alles riskieren muß und daß man nichts tun kann. Wo
vollständiges Bemühen uns eine Erfahrung der Mühelosigkeit schenkt, wo
Selbstverurteilung sich in Liebe wandelt und Härte in Weichheit. Innere
Arbeit ist eine Möglichkeit, alles zu tun, um das Tun zu beenden und der
zu sein, der wir wirklich sind.
